Eugnathichthys    Boulenger, 1898

 

eetveldii    Boulenger, 1898

Eugnathichthys intermedius    Pappenheim in Pappenheim & Boulenger, 1914

 

Zaire-Becken, Ubangui, 290 mm TL. Flossenfresser, Flecken auf den Körperseiten rundlich, Schwanzflosse schwarz-gelblich quergebändert..

Roberts (1990) stellte fest, dass sich diese Art auf das Fressen der Schwanzflossen des Fiederbartwelses Synodontis decorus spezialisiert hat. Dessen quergebänderte Schwanzflosse gleich verblüffend der von E. eetveldii, so dass der Schluss naheliegt, dass E. eetveldii sich dieser Ähnlichkeit bedient, um sich den Welsen unauffällig nähern zu können (Beute-Mimikry). So fehlte den meisten von Roberts untersuchten S. decorus der untere Schwanzflossenlappen, während die meisten anderen Fiederbartwelse, deren Schwanzflossen anders gezeichnet sind, unversehrt waren. Dabei benutzt E. eetveldii offenbar eine besondere Bisstechnik, da die Beschädigungen der Schwanzflossen bei den S. decorus alle dasselbe Muster aufwiesen.

E. eetveldii lebt im Ubangui-Gebiet im freien Wasser der grösseren Ströme, wo sie als Einzelgänger oder zu zweit den Trupps von S. decorus folgt.

 

 

macroterolepis    Boulenger, 1899

 

Zaire-Becken, nördlich bis Zentralafr. Republik, Chiloango (Angola, Typuslokalität). 145 mm TL. Flossenfresser, nimmt nach EVERS (1999) keine Futterfische als Ersatznahrung. Flecken auf den Körperseiten vertikal gestreckt, Schwanzflosse schwarz-rötlich quergebändert. Fotos bei EVERS (l.c.) und im Aquarienatlas V, S. 32.

Nach Roberts (1990) wird diese Art nie mit E. eetveldii zusammen gefangen, obwohl sie grundsätzlich im gleichen Gebiet vorkommt. Jedoch bevorzugt E. macroterolepis wohl kleinere Flüsse, die vollständig beschattet sind. Dort frisst er u.a. die Flossen seines Verwandten Mesoborus crocodilus, wird aber auch ohne diesen angetroffen.