Cheirodon Girard, 1855
Pedalibrycon Fowler, 1943
für Pedalibrycon felipponei
Zu dieser Gattung gehören die größten Vertreter der Cheirodontinae, die einzigen Salmler Chiles und die am südlichsten vorkommende Salmlerart überhaupt (Ch. australe). Es handelt sich zudem – neben Spintherobolus papilliferus – um die grössten Vertreter der Cheirodontinae, mit bis zu 60 mm SL.
Tetragonopterus interruptus Jenyns, 1842
Chirodon monodon Cope, 1894
Cheirodon meinkeni E. Ahl, 1928
Cheirodon leuciscus E. Ahl, 1936
Hyphessobrycon nigrifrons E. Ahl, 1936
Pedalibrycon felipponei Fowler, 1943
Diese Art kommt in Argentinien, Uruguay und Südost-Brasilien vor. In Chile wurde sie vermutlich eingebürgert.
In Argentinien vor allem entlang des unteren Paraná, südwärts bis fast zum 35. Breitengrad südlich von Buenos Aires. Ferner westlich davon im Rio Salado (Est. Santiago del Estero) und im Rio Dulce, dort aufwärts bis Est. Tucuman. Wie weit die Art am Paraná aufsteigt, ist unklar. Zwar nennt Neodat II zwei Nachweise aus Paraguay, doch wird sie von Uj (1987) nicht genannt. In Uruguay praktisch flächendeckend verbreitet. In Brasilien ausschließlich aus Rio Grande de Sul bekannt, besonders aus den Einzügen der Lago dos Patos und der Lagoa Mirim, aber auch aus dem Westen des Staates in Zuflüssen des Uruguay. In Chile nur von zwei Fundorten bekannt (Lago Peñuelas und Rio Aconcagua) (Campos, 1982).
Ch. meinkeni wurde von der Küste zwischen Rio de Janeiro und dem Staat Bahia beschrieben, und H. nigrifrons sogar von Pará, was aber beides viel weiter nördlich ist.
Ch. interruptus erreicht bis 47,5 mm SL, Weibchen bis 60 mm (SL?) (Géry, 1977). Mittelgroßer, rundlicher Schwanzwurzelfleck. Zeichnung in Géry (1977, S. 570). Längster Strahl der Afterflosse reicht angelegt nicht über das Ende der Afterflosse hinaus.
Cheirodon annae McAtee in Eigenmann & Kennedy, 1903
Endemisch in Zentral-Chile. Nördlichste Vorkommen bei Vallenar am Rio Huasco, südlich bis zum Rio Maipo, knapp südlich von Santiago. Nördlichste der chilenischen Arten (Campos, 1982).
Bis mindestens 52 mm SL, 68 mm TL. Silbriges Längsband, unauffälliger Schwanzwurzelfleck. Langgestreckter und zylindrischer als andere Arten. Zeichnung in Géry (1977, s. 570). Längster Strahl der Afterflosse reicht angelegt bis über das Ende der Afterflosse hinaus. Im Unterschied zu Ch. kiliani reichen die angelegten Brustflossen im allgemeinen nicht bis zum Ansatz der Bauchflossen. Die Anale beginnt häufig hinter dem Ende der Rückenflosse (Campos, l.c.).
Endemisch in Zentral-Chile, südlichste der chilenischen Arten und südlichste Salmlerart überhaupt. Von Valdivia, dem Rio Calle Calle und dem Lago Panguipulli im Norden bis Puerto Montt (41-42° S) im Süden. Kommt im Norden des Areals gemeinsam mit Ch. kiliani vor (Campos, 1982).
Erreicht bis 52 mm SL, 70 mm TL. Silbriges Längsband, unauffälliger Schwanzwurzelfleck. Längster Strahl der Afterflosse reicht angelegt – im Unterschied zu Ch. kiliani – nicht über das Ende der Afterflosse hinaus. Unterschied zu Ch. galusdai sh. dort.
Endemisch in Zentral-Chile. Nördlichste Vorkommen im Rio Maule (35-36° S), südlich bis zum Rio Cautin (38-39° S). Schließt südlich an das Verbreitungsgebiet von Ch. pisciculus und nördlich an das Areal von Ch. australe an, überschneidet sich mit dem Areal von Ch.kiliani.
Erreicht bis 51 mm SL, 62,5 mm TL. Silbriges Längsband, unauffälliger Schwanzwurzelfleck. Am ehesten mit Ch. australe zu verwechseln, aber Schwanzstiel länger (Campos, 1982). Foto im Aquarienatlas II, S. 267.
Laut "Catalog" ist die Art nach einem Mann, Piedro Galusda, benannt; der Name sollte daher nicht galusdae sondern galusdai geschrieben werden.
Cheirodon interruptus var. ibicuhiensis Eigenmann, 1915
Verbreitet in Rio Grande do Sul (Brasilien), Uruguay und Entre Rios (Argentinien).
Mindestens 38 mm SL. Breiter Fleck auf der gesamten Schwanzwurzel.
Endemisch im Rio Paraiba do Sul (Bundesstaat Rio de Janeiro). Zeichnung von Ch. parahybae in Géry (1977, S. 566). Bei dem im Aquarienatlas I, S. 261, abgebildeten Tier handelt es sich offensichtlich um ein Männchen einer nicht näher zu identifizierenden Serrapinnus-Art und nicht, wie angegeben um Ch. parahybae.
Endemisch in Chile. Vom Lago Lanalhue (38° S) bis zum Rio Calle Calle bei Valdivia, sowohl in Tümpeln und Wasserlöchern als auch im Uferbereich der Flüsse. Areal überschneidet sich im Norden mit dem von Ch. galusdai, im Süden mit dem von Ch. australe. Laut Campos (1982) kommt aber nur die letztgenannte Art im Rio Valdivia mit Ch. kiliani sympatrisch vor.
Kleinste der chilenischen Arten. Bis 32,4 mm SL und 39,6 mm TL. Unterscheidet sich von Ch. galusdai und Ch. australe durch den längsten Strahl der Afterflosse, der angelegt über das Ende der Flosse hinausragt, von Ch. pisciculus durch die längeren Brustflossen, deren Spitzen bis hinter den Ansatz der Bauchflossen reichen.