Lonchogenys    Myers, 1927

 

ilisha    Myers, 1927

 

Dies ist die größte Art des Tribus, denn sie erreicht SL bis 58 mm, nach Arendt (2001a), der auch ein Tier abbildet, sogar über 100 mm TL. Eine ausführliche Beschreibung ihrer Lebendfärbung ist anscheinend noch nicht publiziert, doch das abgebildete Tier weist keine Besonderheiten in Zeichnung oder Färbung auf, abgesehen von einem starken Guaninglanz. Das tief gespaltene, dehnbare Maul mit den spitzen Fangzähnen erinnert nach Arendt (l.c.) etwas an Gnathocharax.

Laut Kai Arendt (pers. Mitt.) ist die Art ein Einzelgänger, der sowohl im Schwarz- als auch im Weisswasser des oberen Orinoko-Einzugs über Sandbänken gefangen werden kann und wohl vorwiegend nachtaktiv ist. Darauf deuten auch die grossen Augen hin. Das tief gespaltene, dehnbare Maul mit den spitzen Fangzähnen erinnert ihm zufolge etwas an Gnathocharax und dürfte zum Jagen von Fischen oder grossen Insekten bestens geeignet sein.

Anhand der Daten aus Neodat II ergibt sich folgendes Verbreitungsgebiet: vom unteren Solimoes in der Umgebung von Manaus den gesamten Rio Negro hinauf und über den Casiquiare bis in den Orinoko, dort abwärts, linksseitig bis in den Rio Cinaruco, rechtsseitig bis in den unteren Rio Caura.

Ein Exemplar aus dem Rio Nanay in Peru (ANSP 136927) kann momentan nicht beurteilt werden.