Nannostomus    Günther, 1872

Poecilobrycon    Eigenmann, 1909

für Poecilobrycon harrisoni

Archicheir    Eigenmann, 1909

für Archicheir minutus

Nannobrycon    Hoedeman, 1950

für Nannostomus eques

 

Die auch als "Bleistiftfische" bekannten Ziersalmler sind sehr beliebte Aquarienfische, die in der Natur besonders in sehr pflanzenreichen Gewässern anzutreffen sind. Sie kommen ausschliesslich im Amazonas- und Orinoko-Becken sowie in den Guyana-Ländern vor und fehlen westlich der Anden und in vielen südlichen Zuflüssen des Amazonas. Bekannt sind sie wegen des deutlichen Farbwechsels zwischen Tag und Nacht. Während sie am Tag - mit Ausnahme von N. espei - ein Muster aus ein bis drei Längsbinden (fünf bei N. eques) besitzen, zeigen sie in der Nacht breite schrägliegende Transversalbinden. Auch am Tag wird in bestimmten Situationen die Nachtfärbung gezeigt. Die Längsbinden  werden als Primär- (Mitte), Sekundär- (Oben) und Tertiärstreifen (Unten) bezeichnet. Ein Tertiärstreifen ist nur bei N. minimus, marginatus, trifasciatus und marilynae vorhanden. Die Gattung ist von Weitzman (1966) und von Weitzman & Cobb (1975) revidiert worden. Einen Schlüssel für die Arten dieser Gattung gibt Weitzman (1978). Seitdem sind nur noch N. anduzei und N. mortenthaleri neu beschrieben worden. Die Reihenfolge hier entspricht Weitzman (1978).

 

espei    (Meinken, 1956)

Poecilobrycon espei    Meinken, 1956

 

Als einzige Art der Gattung hat N. espei ein auffallendes Farbkleid aus vier grossen, leicht schräg liegenden Flecken auf den Flanken und einem langovalen Fleck auf dem Schwanzstiel, das an die Nachtfärbung der übrigen Arten, aber auch an Pyrrhulina vittata erinnert. Bei Stress werden die Zentren der Flecken hell, beim Männchen werden die Flecken während des Ablaichens zu kleinen Punkten. Adipose vorhanden. Bei der Balz präsentiert das Männchen die Anale, ein Verhalten, das so von den anderen Arten bisher nicht beschrieben wurde. Die Eier werden an der Unterseite von Pflanzenblättern angeklebt. Auch dies erinnert an Pyrrhulina. Eine schöne Fotoserie des Ablaichverhaltens enthält der Aufsatz von Hübner (2002). Sie zeigt auch das an N. eques erinnernde Aufreiten des Männchens. Anders als andere Nannostomus-Arten stellen die Eltern dem Laich nicht nach.

Die Art erreicht SL bis mindestens 28 mm und ist anscheinend nur aus dem Einzug des Mazaruni River in Guyana bekannt, wo sie in Wasser mit einem pH von 5,8 lebt. Allerdings listet Neodat II zwei Lots aus Venezuela auf, die überprüft werden sollten. Eines mit 23 Exemplaren stammt aus dem Gebiet des Casiquiare (MCNG 37932), das andere mit 9 Exemplaren vom Rio Ventuari am mittleren Orinoko (MCNG 22068). Ein Foto findet sich auch im Aquarienatlas I, S. 345.

 

Nannostomus espei aus dem mittleren Mazaruni, Guyana.

 

© Ingo Seidel

 

Nannostomus espei

 

 

 

digrammus    (Fowler, 1913)

Poecilobrycon digrammus    Fowler, 1913

 

Primärstreifen immer, Sekundärstreifen meist ausgebildet. Der Tertiärstreifen fehlt immer. Anale des Männchens lappenartig verlängert, erreicht bis zu ¼ der SL. Immer mit Adipose. Diese Art hat ein recht weites Verbreitungsgebiet. Nachgewiesen wurde sie in den Einzügen von Rio Madeira bis hinauf in den Rio Guaporé (Bolivien), Rio Purus, unterem Rio Negro bei Manaus, oberem Orinoko (oberhalb des Casiquiare) und Rio Caura (beide Venezuela), Rio Branco, Rio Trombetas, und Rupununi River (Guyana). Kullander fing sie am Rand der Stadt Santarem an der Mündung des Tapajos in einem pflanzenreichen Gewässer bei 29°C und einem pH von 5,4 (NRM 15488, 14592). Sie kommt dort zusammen mit N. nitidus und limatus vor. In den Schwarzwassern des oberen Orinoko auch in pflanzenlosen Habitaten. Das unten abgebildete Exemplar stammt vom Rio Tefé am oberen Amazonas. Die maximale SL für Wildfänge beträgt 28 mm. Foto im Aquarienatlas II, S. 322. Auch von dieser Art gibt es anscheinend eine Goldform, die ebenfalls als "Gold-Anomalus" bezeichnet wurde (sh. N. beckfordi). In einer Entgegnung auf einen Aufsatz H. Meinkens, der den "Gold-Anomalus" als N. beckfordi identifiziert hatte, listete Platz (1953) eine Reihe von Verhaltensunterschieden auf, die seiner Ansicht nach die Eigenständigkeit des "Gold-Anomalus" belegen sollten. Das beigegebene Foto zeigt allerdings deutlich zwei N. digrammus. Platz nennt folgende Verhaltensunterschiede:

 

N. beckfordi

N. digrammus

Körperhaltung beim Imponieren waagrecht. Aneinanderschlagen der Körper schnell vibrierend.

K. beim Imponieren schräg, sehr ähnlich N. unifasciatus. Aneinanderschlagen langsamer, mit grösserer Amplitude.

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Ähneln im Verhalten mehr N. trifasciatus als N. beckfordi

Laicht auf Pflanzen

Laicht auf Wurzelholz

 

Nannostomus digrammus vom Rio Tefé, mittlerer Amazonas, Brasilien.
Beachte den fehlenden Tertiärstreifen als Unterschied zu N. marilynae!

 

© Ingo Seidel

 

Nannostomus digrammus

 

 

Nannostomus cf. digrammus. Die deutliche Rottönung der Primärbinde ist
bei diesem Exemplar auffällig, die sehr lange Anale spricht aber für N. digrammus.
Andererseits reicht die Primärbinde bei N. digrammus normalerweise bis in die
Schwanzflosse und bildet dort einen breiten Fleck. Vergleiche mit den anderen Fotos!

 

© aqualog-Verlag

 

Nannostomus digrammus

 

 

 

Nannostomus digrammus

 

© aqualog-Verlag

 

Nannostoumus digrammus

 

 

 

 

harrisoni    (Eigenmann, 1909)

Poecilobrycon harrisoni    Eigenmann, 1909

Archicheir minutus    Eigenmann, 1909

Nannostomus cumuni    Arnold, 1950

 

Diese Art stammt aus Guyana. Angeblich auch im oberen und mittleren Amazonas. Neodat II listet ferner Nachweise vom Casiquiare, vom Rio Negro bei Manaus und vom Guaporé bei Guajara-Mirim (Rondonia), die überprüft werden sollten. Ein Foto findet sich im Aquarienatlas I, S. 345. Primärstreifen gut, Sekundärstreifen schwach ausgebildet. Relativ lange Schnauze. Bei balzenden Männchen färbt sich der hintere Teil des Primärstreifens sehr dunkel, während der vordere praktisch verschwindet. Jungtiere haben einen schwach ausgebildeten Ocellus auf der Schwanzflosse. Die Adipose ist immer vorhanden. SL bis 45 mm.

 

Nannostomus harrisoni.

 

© aqualog-Verlag

 

Nannostomus harrisoni

 

 

 

nitidus    Weitzman, 1978

 

Diese Art wurde aus dem Gebiet des Rio Capim nahe Belém bei der Ortschaft Badajos an der Amazonasmündung beschrieben. Kullander fing sie zusammen mit N. digrammus (sh. dort) und limatus bei der Stadt Santarem. Stawikowski (2006) berichtet sogar über einen Import aus Fortaleza (Ceara), ca. 1200 km südöstlich von Belém. Die Tiere erreichen 35 mm SL. Ihnen fehlt ein Tertiärstreifen, die Adipose ist (zumindest bei den bisher bekanntgewordenen Wildfängen, sh. aber Zarske, 1993) vorhanden und die Afterflosse des Männchens ist nicht so sehr verlängert wie bei der ähnlichen Art N. digrammus. Unterscheidet sich von dieser ferner durch das Fehlen der keilförmigen Verlängerung der Längsbinde auf der Schwanzflosse. Bei der Balz färbt sich die Anale des Männchens blutrot. Hoffmann (1993) gibt einen Zuchtbericht mit sehr schönen Farbfotos. Foto auch im Aquarienatlas V, S. 79.

 

Nannostomus nitidus.

 

© Peter Hoffmann

 

Nannostomus nitidus

 

 

 

beckfordi    Günther, 1872

Nannostomus anomalus    Steindachner, 1876

Nannostomus simplex    Eigenmann, 1909

Nannostomus aripirangensis    Meinken, 1931

Nannostomus beckfordi surinami    Hoedeman, 1954

 

Bei dieser Art, die eine SL bis — mindestens — 31 mm erreicht, fehlt die Adipose immer. Der Primärstreifen ist gut, der Sekundärstreifen schwach ausgebildet oder fehlt. Sie ist weit verbreitet und weist eine erhebliche geografische Variabilität auf, so daß immer - auch bei Fotos - auf eine genaue Herkunftsangabe geachtet werden sollte.

Die Art ist vor allem bekannt aus Guyana, Surinam, Franz. Guayana sowie Amapá und Pará (Brasilien), wurde aber auch aus dem unteren und mittleren Amazonasbecken, dem Rio Madeira und dem unteren Rio Negro sowie dem Orinoko in Venezuela gemeldet (Die Typen von N. anomalus stammen von Obidos und der Mündung des Rio Negro). Staeck (1998) fing die Art in Guyana in Schwarzwasser von pH 3,9-4,1.

In der Aquaristik werden vor allem zwei Farbformen unterschieden, die mindestens zu geografisch getrennten Populationen gehören. Die im folgenden genannten Merkmale sind Meinken (1954) und Vogt (1959) entnommen:

 

·    Der Anomalus-Typ, mit hellbrauner, manchmal grünlicher Grundfärbung, einer Längsbinde, die nicht auf die Schwanzflosse reicht, mit weniger Rot, aber ausgedehnt roter unterer Schwanzflossenlappen, Ventralen farblos. Soll wesentlich grösser werden als der Aripiranga-Typ, besonders im vorderen Körperdrittel kräftiger, mit grösseren Schuppen. Ein Foto dieser Form ist mir nicht bekannt! Laut Vogt (l.c.) ganz erheblich seltener im Handel als die andere Form. Die genaue Herkunft dieser Tiere ist nicht bekannt.

 

·     Der Aripiranga-Typ, nach N. aripirangensis, aus Pará, mit dunkelbrauner Grundfärbung, einer schwarzen Längsbinde, die sich bis auf die mittleren Schwanzflossenstrahlen ausdehnt, mit ausgedehnterer Rotfärbung, beide Schwanzflossenlappen bis etwa zur Mitte hin rot, Ventralen rot mit hellblauen Spitzen. Praktisch alle mir bekannten Fotos zeigen diese Form, so auch das im Aquarienatlas I, S. 343.

 

Wenn sich diese Unterschiede bestätigen liessen, müsste man wohl von zwei getrennten Arten ausgehen! Auch eine als "Gold-Anomalus" im Handel aufgetretene Form gehört, wenigstens z.T, hierher, z.T. handelte es sich dabei um N. digrammus. Verhalten im Vergleich zu N. digrammus sh. dort.

 

Nannostomus beckfordi.

 

© Johnny Jensen / JJphoto. http://www.jjphoto.dk.

 

Nannostomus beckfordi

 

 

 

bifasciatus    Hoedeman, 1954

 

Sowohl Primär- als auch Sekundärstreifen gut ausgebildet, der Sekundärstreifen hoch gelegen und schmal, beide Streifen sind sehr scharf begrenzt und bilden einen starken Kontrast zur Grundfarbe. Unterseite des Körpers rein weiss. Diese Art erreicht SL bis 43 mm und kommt im Surinam River (Brokopondo District, Surinam) sowie im Marowijne-(Maroni-) Einzug sowohl in Surinam als auch in Franz. Guyana vor. Sie wurde auch aus dem oberen Orinoko in Venezuela, dem mittleren Rio Negro bei Sao Gabriel de Cachoeira und aus dem Staat Roraima gemeldet. Auch sie fand Staeck (1998) in Schwarzwasser von pH 4,0, diesmal in Surinam.

Die Adipose fehlt dieser Art immer. Sie ist im Aquarienatlas I, S. 343 abgebildet. Ein gutes Foto findet sich auch in Bydzovsky (1998, Abb. 8). Besitzen Kontaktwarzen an der Unterseite des Kopfes.

 

 

minimus    Eigenmann, 1909

 

Die Art ist mit bis zu 23 mm SL der zweitkleinste Vertreter der Gattung und stammt aus den Einzügen von Potaro River und Mazaruni River in Guyana.

Primärstreifen schwarz, etwa auf halber Strecke zwischen Brust- und Bauchflossen rötlichbraun aufgehellt, so dass der Eindruck einer Unterbrechung des Streifens entsteht. Sekundärstreifen sehr schwach ausgebildet, an der Grenze zwischen heller Längsbinde und olivbraunem Rücken. Tertiärstreifen deutlich, hinten kräftiger, vorne etwa auf Höhe der Brustflossen auslaufend. Die einzige Art, bei der der Sekundärstreifen nahezu fehlt und zugleich der Tertiärstreifen vorhanden ist. Die Adipose fehlt. Besitzen Kontaktwarzen an der Unterseite des Kopfes. Anale der Männchen mit verdickten Strahlen und zugleich verlängert. Aufgespannt bildet sie die Form eines Löffels. Fotos von Männchen und Weibchen - aber anscheinend vertauscht - bei Dittmar (2002).

N. minimus ist offenbar recht selten oder wird aufgrund seiner versteckten Lebensweise meist übersehen. Die erste Einfuhr nach Europa gelang anscheinend Ingo Seidel, und Dittmar (l.c.) berichtete anschliessend als einer der ersten in der aquaristischen Literatur über Ökologie und und Zucht dieser Art. Danach ist N. minimus ein echter Schwarzwasserbewohner des Regenwaldes, der sich in den fast strömungsfreien Randbereichen seiner Wohngewässer zwischen den feinen Wurzelgeflechten von Uferpflanzen und überhängender Vegetation aufhält. Auch im Aquarium ziehen sie sich in dichte Vegetation zurück und können leicht aus Versehen mit einem Büschel Pflanzen aus dem Becken gehoben werden. Durch diese Lebensweise vermeiden sie offenbar Konkurrenz mit dem sympatrischen N. espei, der eher das freie Wasser bewohnt.

Männchen sind nach Dittmar (l.c.) untereinander sehr agressiv. Zur Zucht setzte er sie einzeln mit 2-3 Weibchen an. Dabei wurden nur wenige Eier abgegeben. Die Aufzucht der Jungfische erwies sich infolge der geringen Grösse als sehr schwierig. Die Geschlechtsreife wird mit 16 mm SL erreicht (Weitzman & Vari, 1988).

 

Nannostomus minimus vom mittleren Mazaruni River bei Issano,
kommt dort syntop mit N. espei vor.

 

© Ingo Seidel

 

Nannostomus nitidus

 

 

 

anduzei    Fernandez & Weitzman, 1987

 

Dies ist die vielleicht kleinste Art der Gattung mit maximalen SL von 16,2 mm, die bereits ab 11,2 mm geschlechtsreif wird (Weitzman & Vari, 1988). Bei ihr sind Afterflosse und Schwanzstiel der Männchen intensiv rot gefärbt, eine einzigartige Zeichnung in dieser Gattung. Der Primärstreifen bei Männchen schwach, bei Weibchen gut entwickelt und schwarz. Das Foto im Aquarienatlas IV, S. 135 zeigt daher offensichlich ein Männchen. In der Nachtfärbung fehlt jegliche Flecken- oder Balkenzeichnung. Die Adipose fehlt durchgehend.

Die Art wurde aus der Nähe von Puerto Ayacucho am oberen Orinoko in Venezuela beschrieben, wo sie in kleinen Klar(!)wasserteichen und -bächen gefangen wurde. Die Erstbeschreiber betonen, dass die Art nicht im Schwarzwasser vorkommt! Der Caño Provincial entspringt in einem Aguajal, einem Hain aus Aguaje-Palmen (Mauritia flexuosa). Das Wasser war dort ca. einen halben Meter tief, 27°C warm und hatte einen pH von 5; der Untergrund bestand aus weißem Sand mit Wurzeln und Fallaub. Zwei Kilometer abwärts lebten die Tiere in der Laguna Provincial, der eigentlichen Typlokalität, in Bereichen die vom Caño beeinflußt waren. Dort, in einer savannenähnlichen Umgebung, erreichte das häufig trübe Wasser Temperaturen bis 30°C und pH-Werte zwischen 5 und 7 über schlammigem Grund und bei reichlich Schwimmpflanzen.

Inzwischen wurde die Art auch im Rio Negro-Einzug gefunden, und zwar im Rio Erere in der Nähe von Barcelos. Auch hier lebt die Art in weniger stark gefärbtem Wasser.

Geisler & Dittmar (2004) berichten über ein Massenvorkommen in einem schlammigen See (Lago do Rei) des Rio Demini-Einzugs, ebenfalls am mittleren Rio Negro. Das Gewässer wies einen reichen submersen und emersen Pflanzenwuchs auf mit folgenden Wasserwerten: Temperatur 28,3-29,3 °C, Leitfähigkeit 6 µS/cm. Die Art kommt sympatrisch mit Paracheirodon simulans vor.

 

Nannostomus anduzei, Männchen. Die leuchtendroten Flächen auf
Schwanz- und Afterflosse sind typisch für diese Art.

 

© aqualog-Verlag

 

Nannostomus anduzei

 

 

 

Nannostomus anduzei, Weibchen.

 

© aqualog-Verlag

 

Nannostomus anduzei

 

 

 

Nannostomus anduzei. Zwei Männchen. Beachte die langen Afterflossen!

 

© Peter Hoffmann

 

Nannostomus anduzei

 

 

 

britskii    Weitzman, 1978

 

Dies ist eine Art, der die Adipose fehlt. N. britskii wurde aus einem Igarapé des Lago José-Acu bei Parintins am mittleren Amazonas beschrieben. Sie wurde auch aus dem oberen Rio Negro in Venezuela gemeldet. Die Tiere erreichen bis 24 mm SL, die Männchen haben eine kurze Afterflosse und die Tiere weisen oberhalb des Sekundärstreifens noch einen weiteren Längsstreifen (Quartärstreifen) und einen Mittelstreifen in der Dorsallinie auf. Das Zeichnungsmuster erinnert somit in gewisser Weise an N. eques, doch die Schwimmhaltung ist vermutlich die horizontale, da der Schwanzflosse der asymmetrische Bau fehlt. Lebend ist die Art meines Wissens noch nicht bekannt geworden.

 

 

limatus    Weitzman, 1978

 

N. limatus stammt aus der Umgebung der Städte Santarém und Oriximiná (Pará) am unteren Amazonas. Kullander fing sie bei Santarem zusammen mit N. nitidus (sh. dort) und digrammus. Die Art erreicht 36 mm SL, besitzt keine Adipose, eine kurze Afterflosse bei den Männchen und weist keinen Längsstreifen oberhalb des Sekundärstreifens auf.

 

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