Copeina Fowler, 1906
Von allen Pyrrhulininae am gedrungensten und am meisten zum Boden hin orientiert.
Pyrrhulina guttata Steindachner, 1876
Pyrrhulina argyrops Cope, 1878 als Typusart
Zentrales Amazonasbecken, von der Ilha de Marajó entlang des Hauptstroms bis Iquitos (Peru), oberhalb davon auch in den Oberläufen von Nebenflüssen vom Napo (Ecuador) im Norden bis zum Ucayali im Süden. Wurde vereinzelt auch aus südlichen Zuflüssen des Amazonas gemeldet, so aus dem Guaporé, dem Rio Tarauaca (Rio Juruá-System, Acre) und dem mittleren Araguaia bei Aruana.
Die Tiere laichen am Boden in einer vom Männchen ausgeschlagenen Sandgrube, die Eier werden vom Männchen bewacht.
Grundfarbe hellblau, ohne Längsstreifen. Auf stahlblauer Grundfärbung sind die meisten Schuppen auf den Flanken mit einem leuchtend roten Fleck in der Mitte markiert. Ventrale, Anale und unterer Lappen der Caudale rot gerandet. Männchen sind kräftiger gefärbt. TL bis 150 mm. Foto im Aquarienatlas I, S. 333.
H.-G. Evers (2006) konnte die Art nach langer Zeit wieder einführen. Am Rio Momon nahe Iquitos, Peru, traf er sie paarweise in einem schmalen Bach mit fast stehendem Wasser und schlammigem Grund an. Wasserwerte: pH 5,0, 22 µS/cm, 23,5° Wassertemperatur.
Copeina guttata. Bei diesem Tier fällt eine Gelbfärbung der Anale auf.
Die roten Flecken auf den Flanken sind kaum ausgeprägt.
© aqualog-Verlag

Bisher nur aus einem sehr begrenzten Gebiet des oberen Amazonas zwischen Leticia (Kolumbien) und Iquitos (Peru) bekannt. Sehr ähnlich C. guttata, nur durch das Fehlen der Maxillarzähne zu unterscheiden.
Bisher weitgehend unbeachtet geblieben ist das Vorkommen dieser Gattung auch im Einzug des Rio Paraguay. Kusters (1993) berichtet vom Fang vermeintlicher C. guttata im Pantanal an der bolivianisch-brasilianischen Grenze bei Porto Suárez. Beigefügte Fotos von van den Nieuwenhuizen zeigen Tiere mit weinroter Grundfärbung, zum Bauch hin heller, mit orangenen Brust- und Bauchflossen, denen jegliche Fleckenzeichnung, wie sie für C. guttata typisch ist, fehlt. Auch wenn aus dem Beitrag nicht eindeutig hervorgeht, ob dies die von Kusters gefangenen Tiere sind, so handelt es sich jedenfalls nicht um C. guttata und diese Art wäre auch im Pantanal kaum zu erwarten. Dem Vorkommen von Copeina im Paraguay-System sollte auf jeden Fall mehr Beachtung geschenkt werden. Wer kann hierzu etwas beitragen?