Curimatella Eigenmann & Eigenmann, 1889
Apolinarella Fernandez-Yepez, 1948
für Curimatus meyeri
Walbaunina Fernandez-Yepez, 1948
für Curimatus dorsalis
Lepipinna Fernandez-Yepez, 1948
für Anodus alburnus
Die Vertreter dieser Gattung sind recht leicht an der grossflächig beschuppten Schwanzflosse zu erkennen. Die Schuppen sind kleiner als die auf dem Schwanzstiel und reichen mindestens über zwei Drittel der Länge der Schwanzflossenstrahlen. Dagegen sind die Unterschiede zwischen den Arten nur geringfügig und bestehen oft nur aus Abweichungen in den Proportionen. Dass die Verbreitungsgebiete der Arten zu den grössten in der Familie gehören und vier der fünf Arten praktisch überall sympatrisch leben, erschwert noch die Bestimmung.
Die Gattung wurde von Vari (1992) revidiert.
alburna (Müller & Troschel, 1844)
Anodus alburnus Müller & Troschel, 1844
Curimatus alburnus var. lineatus Eigenmann & Eigenmann, 1889
Vor allem von C. immaculata ist diese Art nur sehr schwer zu unterscheiden. Bei C. alburna ist der Augenabstand grösser, die Maulspalte tiefer, der hintere Kopfabschnitt länger und das Auge kleiner. Die Unterscheidung dürfte aber selbst an konserviertem Material nicht ganz leicht sein. Auch die Verbreitungsgebiete beider Arten überlappen so grossräumig, das eine Fundortangabe hier nicht hilft. Farbliche Besonderheiten gibt es nicht; die Tiere glänzen silbrig-golden. Die maximale SL beträgt 179,9 mm.
Das Vorkommen erstreckt sich über das gesamte Amazonasbecken, vom unteren Rio Tocantins bis Peru und Ecuador (Vari & Blackledge, 1996), einschliesslich des gesamten Rio Madeira bis hinauf nach Bolivien und des unteren und mittleren Rio Negro. Im Rio Branco geht die Art aufwärts bis in die Quellregionen in Guyana. Es kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass C. alburna auch im Oberlauf des Essequibo vorkommt.
Curimatus meyeri Steindachner, 1882
Curimatus serpae Eigenmann & Eigenmann, 1889
Curimata reticulata Allen in Eigenmann & Allen, 1942
Im Vergleich zu den anderen Arten der Gattung ist C. meyeri gestreckter, hat einen etwas niedrigeren Schwanzstiel und mehr Schuppen in der Seitenlinie. Die Färbung ist silbrig-oliv, am Rücken deutlich dunkler. Die Tiere erreichen SL bis 156,0 mm.
Verbreitet ist die Art im zentralen und oberen Amazonasbecken, von Parintins über den gesamten Einzug des Rio Madeira und des untersten Rio Negro bis in den Rio Napo (Ecuador) und den Rio Ucayali oberhalb von Pucallpa (Peru).
lepidura (Eigenmann & Eigenmann, 1889)
Curimatus lepidurus Eigenmann & Eigenmann, 1889
Als einzige Art in ihrem Verbreitungsgebiet ist C. lepidura noch recht leicht zu bestimmen. Auch die recht kleinen Schuppen mit mindestens 9 Reihen oberhalb der Seitenlinie kennzeichnen die Art. Der Körper glänzt stark silbern bis golden, weist aber sonst keinerlei Zeichnungsmuster auf. Die Art erreicht bis 112,8 mm SL.
Besiedelt wird von der Art der gesamte Einzug des Rio Sao Francisco.
dorsalis (Eigenmann & Eigenmann, 1889)
Curimatus dorsalis Eigenmann & Eigenmann, 1889
Curimatella alburnus var. australe Eigenmann & Kennedy, 1903
Curimatus elegans var. paraguayensis Eigenmann & Kennedy (ex Mojarra), 1903
Curimatus (Curimatella) alburnus var. caudimaculatus Pellegrin, 1909
Curimatus bolivarensis Steindachner, 1910
Als einzige Art der Gattung mit einer nennenswerten Zeichnung, einem deutlichen dunklen Fleck seitlich auf dem Schwanzstiel, ist auch C. dorsalis noch vergleichsweise leicht bestimmbar. Ein schmaler dunkler Längsstreifen ist meist unter Guanin verborgen. Ausserdem ist es die einzige Art im Gebiet der Rios Paraná/Paraguay. Die SL erreicht bis zu 116 mm.
C. dorsalis hat eines der grössten, wenn nicht das grösste Verbreitungsgebiet aller Salmler. Es erstreckt sich vom Orinoko-Delta im Norden bis zum Zusammenfluss von Rio Paraná und Rio Paraguay im Süden. Im Osten wird der untere Rio Tocantins ebenso besiedelt wie die Umgebung von Iquitos (Peru) im Westen.
immaculata (Fernandez-Yepez [ex Eigenmann], 1948)
Lepipinna immaculata Fernandez-Yepez (ex Eigenmann), 1948
Zu den Unterschieden gegenüber anderen Arten der Gattung siehe dort. Vor allem von C. alburna nur schwer zu unterscheiden. Eine schwache Längsbinde ist am lebenden Tier höchstwahrscheinlich nicht zu erkennen. Die maximale SL beträgt 93,0 mm. Ein Foto dieser Art aus den Llanos findet sich in Franke (1997), dort als C. alburna bezeichnet, die aber im Gebiet des Orinoko nicht vorkommt.
Im Gebiet des Rio Meta (Kolumbien) bevorzugt die Art stehendes Wasser. Sie laicht dort von April bis Juni.
Das Verbreitungsgebiet umfasst das gesamte Amazonas- und Orinokobecken. Im Osten wird noch der gesamte Rio Tocantins einschliesslich des Rio Araguaia besiedelt. Im Westen dringt die Art bis in den Rio Ucayali (Peru) vor. Ausserdem findet sich die Art im Rupununi (Essequibo-System) in Guyana.