Microcharacidium Buckup, 1993
Die Arten dieser Gattung zählen zu den kleinsten Salmlern überhaupt. Ihre Vertreter besitzen eine recht scharf begrenzte Längsbinde.
Jobertina eleotrioides Géry, 1960
Eine für den östlichen Guyana-Schild endemische Art, die offenbar vom mittleren Essequibo (Guyana) über Corantijn Riviere, Coppenamme Riviere, Surinam Riviere, Marowijne Riviere (Surinam) und Rivière Mana (Franz. Guyana) bis zum Sinnamary vorkommt und 20,5 mm SL erreicht (Holotyp). Sehr langgestreckte Art und der einzige Vertreter der Gattung in den Guyana-Staaten. Meldungen vom Rio Napo (Ecuador), vom oberen Rio Meta (Kolumbien), vom oberen Orinoko und vom oberen Apure (Venezuela) sollten wegen der grossen Entfernung zunächst mit der nötigen Skepsis betrachtet werden.
Auch diese Art ist ähnlich kleinwüchsig und erreicht mindestens 24 mm SL. Sie lebt in Schwarzwasserflüssen im Gebiet des gesamten Rio Negro und des oberen Orinoco einschliesslich der kolumbianischen Zuflüsse bis La Urbana in Venezuela sowie bis in den oberen Apure. Inwieweit die Llanos besiedelt sind muss vorläufig offen bleiben. Eine deutlich kontrastierende, breite, dunkelbraune Längsbinde ist das auffälligste farbliche Kennzeichen dieser Art.
Der vielleicht kleinste Salmler überhaupt! Die maximale SL beträgt nach bisherigem Wissen nur 14,8 mm.
Diese Winzlinge besiedeln dennoch ein enorm grosses Areal. Es erstreckt sich vom mittleren Orinoko südlich von Caicara (Venezuela) aufwärts über den gesamten Rio Negro bis ins Amazonasbecken. Dabei bleiben die Gewässer des Guyanischen Schildes weitgehend ausgespart. Im Amazonasbecken liegen die westlichsten Vorkommen im Rio Napo-Einzug (Ecuador), die südlichsten im Rio Itenez/Guaporé an der Grenze Brasilien/Bolivien sowie im unteren Tapajos und die östlichsten noch östlich von Belém im Einzug des Rio Capim.
Auch diese Art besitzt eine braune Längsbinde, die allerdings heller und etwas schmaler ist als bei M. gnomus.
Evers (1998c) pflegte eine Microcharacidium-Art im Aquarium, bei der es sich wohl um M. weitzmani gehandelt hat, und bildete ein Tier ab. Seine Exemplare stammten von Cametá am unteren Tocantins. Er beschrieb die Tiere als agile, tagaktive Bodenbewohner, die gelegentlich auf Brust- und Bauchflossen gestützt von einer Aussichtswarte die Umgebung beobachten.