Gasteropelecus
Gasteropelecus Scopoli (ex Gronow), 1777
Gastropelecys Agassiz, 1846
für Clupea sternicla, objektives Synonym
Pterodiscus Eigenmann, 1909
für Pterodiscus levis
präokkupiert in Mollusca
Auch die Vertreter dieser Gattung leben mehr im offenen Wasser, genau wie Thoracocharax.
Pterodiscus levis Eigenmann, 1909
Mindestens 40 mm SL. Sehr wenig ist über diese Art bekannt, falls es sich überhaupt um eine eigene Art handelt. Eventuell ist sie mit G. sternicla identisch.
Fundmeldungen sind mir nur aus der Umgebung von Belém (Pará) bekannt, von wo sie auch beschrieben wurde.
Thoracocharax brevis Eigenmann, 1912
Thoracocharax magdalenae Eigenmann, 1912
Bis 56 mm SL. Einzelne Exemplare sollen TL von 9,5 cm erreichen können (Weitzman & Palmer, 1996). Im Unterschied zu G. sternicla tritt die dunkle Längsbinde kaum hervor, dafür sind die Punktreihen in der hinteren Körperhälfte kennzeichnend. Foto im Aquarienatlas I, S. 327.
Von Panama an südwärts bis Ecuador, ostwärts bis zum Maracaibo-Becken in Venezuela. In Panama westlich bis zum Kanal, in Kolumbien im Rio Atrato, entlang der Pazifikküste über Rio Baudo und Rio San Juan bis in den Rio Santiago im nördlichsten Ecuador. Östlich dann im Rio Magdalena-Rio Cauca-Einzug und schliesslich im Maracaibo-Becken in Venezuela, dort vor allem auf der Westseite des Sees, aber vereinzelt auch auf der Ostseite.
Clupea sternicla Linnaeus, 1758
Salmo gasteropelecus Pallas, 1770
Gasteropelecus argenteus Lacepede, 1803
Gasteropelecus coronatus Allen in Eigenmann & Allen, 1942
Gasteropelecus sternicla marowini Hoedeman, 1952
Gasteropelecus sternicla morae Hoedeman, 1952
Erreicht bis 56 mm SL. Unverkennbar durch die in der hinteren Körperhälfte deutlich ausgeprägte dunkle Längsbinde, die oben und unten durch eine ebenso breite helle Binde begrenzt ist. Foto im Aquarienatlas I, S. 329. Die Art kommt interessanterweise wohl in drei getrennten Verbreitungsgebieten vor:
Das erste Areal mit der Typuslokalität umfasst die Guyana-Staaten, vom Rio Cuyuni (Venezuela), der in den unteren Essequibo mündet, über Guyana und Surinam bis Franz. Guyana. Eventuell kann hier das Vorkommen auf Trinidad (!) angeschlossen werden, obwohl diese Insel noch nördlich des Orinokodeltas liegt. Ein einzelner Fund (MCNG 16760) ist mir vom gegenüberliegenden Festland bekannt, aus einem Zufluss des Golfo de Paria. Vereinzelt auch wohl in den Llanos Venezuelas sowie im unteren Rio Caura.
Das zweite Teilareal befindet sich im Gebiet des oberen Amazonas in Peru (Rios Yavari, Ucayali, Huallaga, Marañon), Ecuador (Rio Napo) und Kolumbien (oberer Rio Caqueta-Einzug). Wahrscheinlich schliessen sich hieran Funde aus dem oberen Madeira-Einzug an, und zwar vom Madre de Dios (Peru) im Westen und von Humaita (Bundesstaat Amazonas) im Norden bis San Borja (Bolivien) im Süden und Costa Marques (Rondonia) im Osten. Die Südostgrenze lässt sich freilich bisher nicht genau bestimmen. Fraglich ist daher, ob hier eventuell eine Verbindung zum dritten Teilareal besteht.
Dieses befindet sich im oberen Rio Paraguay in Mato Grosso, auch wenn in Neodat II nur sehr wenige Funde aus diesem Areal aufgelistet sind.
Adolf (1985) konnte seine G. sternicla zum Ablaichen bringen. Die Jungfische suchten sofort nach dem Schlupf die Wasseroberfläche auf und hielten ständigen Kontakt zu ihr. Die Aufzucht erwies sich als sehr schwierig, da er zunächst kein Futter anbieten konnte, das klein genug war und von der Oberflächenspannung getragen wurde. Die Jungfische waren offenbar nur bereit, Futter von der Oberfläche aufzunehmen. Adolf vermutete, dass sich die Jungen in der Natur vielleicht von Blütenstaub oder Orchideensamen ernähren. Die Aufzucht gelang schliesslich mit einem Gemisch aus getrockneten Artemia-Nauplien und –Eiern. Erst nach etwa 10 Tagen frassen die Jungtiere auch im freien Wasser und stellten sich auf andere Nahrung um.
Gasteropelecus sternicla
© aqualog-Verlag

Last Update: Monday 09. April 2007
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