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Cyphocharax

Cyphocharax    Fowler, 1906

Xyrocharax    Fowler, 1914

für Curimatus stigmaturus

Hemicurimata    Myers, 1929

für Curimata esperanzae

Curimatoides    Fowler, 1940

für Curimatoides ucayalensis

 

Die Gattung Cyphocharax umfasst mehr als dreissig Arten von Barbensalmlern, deren Position im Stammbaum ebensowenig geklärt ist, wie die Frage, ob sie überhaupt ein Monophylum bilden. Dementsprechend vielfältig sind sie in Aussehen und Gestalt. Sie haben die weiteste Verbreitung aller Gattungen der Familie und kommen vom südlichen Costa Rica bis ins mittlere Argentinien vor. Lediglich in den pazifischen Zuflüssen Kolumbiens, Ecuadors und Perus, den Flüssen im Nordosten Brasiliens zwischen Rio Capim (Pará) und Rio Sao Francisco sowie einigen weiteren kleinen Gebieten fehlen sie.

Die Gattung wurde von Vari (1992) revidiert.

 

 

abramoides    (Kner, 1859)

Curimatus abramoides    Kner, 1859

 

Von allen Vertretern der Familie ist dies die bei weitem hochrückigste Art und durch ihre seitlich stark zusammengedrückte Gestalt unverwechselbar. Ein unter der Haut liegender Dorn vor der Rückenflosse sowie ein deutlicher Kiel zwischen Rückenflosse und Adipose sind einzigartig innerhalb der Curimatidae. Auch die sehr kleinen Schuppen (77-97 in der Seitenlinie) sind charakteristisch. Die Spitze der Rückenflosse ist stark verlängert und reicht bei vielen Exemplaren bis zur Adipose. Mit bis zu 212,8 mm SL eine etwas grössere Art.

Die Verbreitung erstreckt sich von Belém an der Mündung des Tocantins über den unteren Amazonas, die Unterläufe von Rio Xingu, Rio Tapajos und Rio Trombetas, den Rio Negro sowie den oberen Orinoko bis mindestens San Fernando de Atabapo (Venezuela). Auch im Rio Guaviare (Kolumbien), der bei San Fernando de Atabapo in den Orinoko mündet, nachgewiesen.

 

 

stilbolepis    Vari, 1992

 

Ein Fisch mit unauffälliger Gestalt und ohne jedes nennenswerte Zeichnungsmuster, der nur durch seine eher hohe Schuppenzahl (54-62 in der Seitenlinie) auffällt. Im Vergleich zu anderen Barbensalmlern mit so hoher Schuppenzahl vergleichsweise gestreckt mit recht spitzem Kopf. Bis 122,4 mm SL.

Bisher nur aus den Rios Xingu und Tocantins  einschliesslich Rio Araguaia in Pará und Goiás (Brasilien) bekannt. Steigt im Araguaia bis Aruana auf. Die Typen wurden interessanterweise am Grund von Stromschnellen bei Belo Monte im Xingu gefangen. Da dies für Curimatidae ein sehr untypischer Lebensraum ist, waren die Tiere vielleicht auf der Wanderung.

 

 

platanus    (Günther, 1880)

Curimatus platanus    Günther, 1880

 

Durch die recht hohe Schuppenzahl (48-54) von anderen Arten ihres Verbreitungsgebietes unterschieden. Ansonsten wiederum eine sehr unscheinbare Art, die immerhin einen unauffälligen dunklen Fleck, sechs bis acht Schuppen lang und eineinhalb bis zwei Schuppen breit, auf dem Schwanzstiel besitzt, der sich bis auf die Flossenstrahlen ausdehnt. Bis 147 mm SL (Géry et al., 1987).

Laut diesen Autoren findet die Fortpflanzung im (argentinischen) Sommer statt. Die Fische werden dort angeblich nicht von der Bevölkerung gegessen, sondern für gewöhnlich nur als Köderfische verwendet.

Die Verbreitung erstreckt sich über den unteren Rio Paraná von Buenos Aires (Argentinien) aufwärts bis unterhalb des Itaipu-Stausees sowie den unteren Rio Paraguay in Paraguay aufwärts bis etwa Asunción, ferner den Rio Uruguay in Uruguay und Rio Grande do Sul (Brasilien). Ringuelet et al. (l.c.) nennen ausserdem einen Fund in der Provinz Salta im Nordwesten Argentiniens.

 

nagelii    (Steindachner, 1881)

Curimatus nagelii    Steindachner, 1881

 

Eine von nur drei Arten der Gattung, die im Gebiet des oberen Rio Paraná vorkommt. Durch die recht gestreckte Gestalt und das Fehlen eines Zeichnungsmusters auf dem Rumpf unterschieden. Lediglich auf dem Schwanzstiel befindet sich ein länglicher Fleck, acht bis 10 Schuppen lang und zwei Schuppen hoch. Die Tiere erreichen bis zu 163,0 mm SL.

Die meisten Funde stammen aus den Rios Grande, Mogi-Guassu und Pirassununga, alles Zuflüsse des oberen Paraná in den Bundesstaaten Sao Paulo und Minas Gerais. Stromabwärts kommt die Art mindestens noch an der Mündung des Tiete vor.

Im Gebiet des Rio Mogi-Guassu führt die Art grosse Laichwanderungen durch. Jungtiere bis zum Alter von 40-50 Tagen ernähren sich von Zooplankton und wechseln später zu Detritus.

 

 

leucostictus    (Eigenmann & Eigenmann, 1889)

Curimatus leucostictus    Eigenmann & Eigenmann, 1889

Curimatus (Curimatella) xinguensis    Steindachner, 1908

 

Eine äusserst unscheinbare Art. Das Fehlen jeglicher Zeichnung, weder auf dem Körper noch auf den Flossen oder derAdipose, in Verbindung mit einer Schuppenzahl von 39-45 in der Seitenlinie, charakterisieren die Art am besten. Sie erreicht bis 104,8 mm SL.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den unteren Amazonas (von Macapá in Amapá) und die Unterläufe der Nebenflüsse sowie den gesamten Rio Negro. Im Tocantins/Araguaia allerdings auch aus Santa Terezinha (Mato Grosso, auf Höhe der Ilha od Bananal) gemeldet (Vari 1992, S. 30 oben). Dort inzwischen noch weiter aufwärts in Goias nachgewiesen (Vari & Reis, 1995). Im Rio Madeira aufwärts bis Calama im äussersten Norden von Rondonia. Im Rio Negro aufwärts bis San Carlos de Rio Negro (Venezuela), angeblich sogar im Oberlauf des Rio Atabapo, der in den Orinoko mündet (Vari, 1992, listet ein entsprechendes Lot, stellt es aber in der Verbreitungskarte nicht dar und führt es auch im Text nicht auf).

 

 

pantostictos    Vari & Barriga, 1990

 

Eine recht einfach zu bestimmende Art. Die 7-9 Längsreihen von dunklen Punkten, je einer im Zentrum einer Schuppe, sind ziemlich auffällig und kommen bei keiner anderen Art der Gattung vor. Die Tiere erreichen bis zu 98,2 mm SL. Foto im Aquarienatlas IV, S. 131.

Vorkommen finden sich im oberen Amazonasbecken in den Rios Putumayo und Napo (Ecuador) sowie Nanay und unterster Ucayali (Peru). Dort sind sie in Schwarzwasser bei pH-Werten von 5,5 zwischen untergetauchter Vegetation ebenso anzutreffen wie in pflanzenlosen Weisswassern bei pH 6,0.

 

 

helleri    (Steindachner, 1910)

Curimatus helleri    Steindachner, 1910

Curimatus vandeli    Puyo, 1943

Curimatus (Hemicurimata) esperanzae pijpersi    Géry, 1965

 

Auch diese Art ist nahezu unverwechselbar. Sie zeigt ein charakteristisches Zeichnungsmuster aus dünnen, welligen Längslinien, die sich entlang der Schuppenränder über die Flanken ziehen. Die Intensität dieser Streifen nimmt innerhalb des Verbreitungsgebietes von Norden nach Süden deutlich zu. Dazu kommt ein deutlicher, runder, dunkler Fleck auf dem Schwanzstiel. Die SL beträgt bis zu 95,5 mm.

Die Verbreitung erstreckt sich über alle Guyana-Staaten vom Waini River im äussersten Norden Guyanas und vom Rio Cuyuni in Venezuela bis in das Einzugsgebiet des Rio Araguari in Amapá (Brasilien).

 

 

multilineatus    (Myers, 1927)

Curimatus multilineatus    Myers, 1927

 

Noch eine Art, die kaum zu verwechseln ist. Sie besitzt wie C. helleri etwa 8-9 wellige Längsbinden, die sich entlang der Schuppenränder über die Flanken ziehen. Auf dem Schwanzstiel befindet sich jedoch kein dunkler Fleck. Dafür hat C. multilineatus einen breiten,dunklen Streifen, der sich etwa auf Augenhöhe über die Kopfseiten bis auf den Kiemendeckel zieht. Die Grundfarbe des Körpers ist Messing, wie auf dem Foto im Aquarienatlas I, S. 321 gut sichtbar ist. Die SL beträgt bis zu 111,8 mm.

Vorkommen finden sich im gesamten Rio Negro (Brasilien) sowie im oberen Orinoko bis oberhalb von Puerto Ayacucho (Venezuela). Einen aufschlussreichen Haltungsbericht liefert Arendt (2006).

 

 

vexillapinnus    Vari, 1992

 

Auch diese Art ist relativ leicht zu bestimmen, und zwar wegen eines dunklen Flecks in der Dorsalen, der in dieser Form in der Familie nicht mehr vorkommt. Er erstreckt sich über die Basis der vorderen Rückenflossenstrahlen, ist aber vom Rücken selbst durch eine schmale helle Zone getrennt. Die Art bleibt offenbar recht klein und erreicht maximal 63,0 mm SL.

Bisher sind Vorkommen aus der Umgebung von Manaus sowie aus dem oberen Amazonasbecken oberhalb von Iquitos (Peru) sowie aus dem Rio Napo Ecuador bekannt. Vermutlich kommt die Art aber auch in den dazwischenliegenden Gebieten vor.

 

 

notatus    (Steindachner, 1908)

Curimatus notatus    Steindachner, 1908

Curimatus hermanni    Ahl, 1931

 

Auch diese Art ist durch ihr Zeichnungsmuster unverwechselbar. Die dunkle Spitze der Rückenflosse sowie – bei grösseren Exemplaren – die dunklen Spitzen der Schwanzflosse kommen bei keiner anderen Art der Familie vor. Ein Foto eines lebenden Exemplar findet sich bei Géry (1977, S. 237). Die Art erreicht bis zu 123,0 mm SL.

Das Verbreitungsgebiet ist ausserordentlich gross und estreckt sich über fast das ganze Amazonasbecken. Es reicht im Osten bis zum Rio Capim (Pará), im Süden bis in den oberen Rio Guaporé (Mato Grosso), im Westen bis in den Rio Napo (Ecuador) und im Norden bis zum mittleren Rio Negro.

 

 

festivus    Vari, 1992

 

Eine recht unscheinbare Art ohne auffallende Zeichnungsmuster und nur schwer von C. plumbeus zu unterscheiden. C. festivus ist etwas hochrückiger und der Kopf wirkt kürzer. Ein tief liegendes Längsband wird im Leben von Guanin maskiert. Die SL erreicht bis zu 90,2 mm.

Das Verbreitungsgebiet ist sehr ausgedehnt. Es umfasst den Amazonas vom unteren Tapajós bei Sao Luis (Pará) bis in den Rio Nanay (Peru), den Orinoko von oberhalb Puerto Ayacucho bis zum Beginn des Deltas, sowie den Rio Cuyuni (Venezuela) und den Essequibo River in Guyana. Ob die Art auch im Rio Negro vorkommt ist ungewiss, aber zu erwarten.

 

 

nigripinnis    Vari, 1992

 

Eine Art, die recht leicht zu erkennen sein dürfte. Der schwarze Fleck in der Spitze der Fettflosse ist einzigartig innerhalb der Familie. Darüber hinaus ist die Art jedoch recht unscheinbar. Mit bis zu 64,9 mm SL eine eher kleine Art.

Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt im Rio Negro aufwärts bis etwa Santa Isabel. Wurde ausserdem im unteren Tapajós sowie im Rio Solimoes an der Mündung des Rio Jutaí gefangen.

 

 

plumbeus    (Eigenmann & Eigenmann, 1889)

Curimatus plumbeus    Eigenmann & Eigenmann, 1889

 

Eine recht unscheinbare Art, am ehesten mit C. festivus zu verwechseln. Zu den Unterschieden sh. dort. Mit bis zu 178,0 mm SL wird C. plumbeus aber offenbar erheblich grösser.

Das Verbreitungsgebiet ist sehr ausgedehnt. Es umfasst einen Grossteil des Amazonasbeckens einschliesslich des Rio Negro. Teilweise recht verstreute Funde stammen aus einem Gebiet, das im Osten bis zum unteren Tocantins (Pará) reicht, im Süden bis in den oberen Rio Guaporé (Mato Grosso), im Westen bis in die Umgebung von Iquitos und im Norden bis in den mittleren Rio Negro.

Im Gebiet des Rio Negro ist die Art weit verbreitet und findet sich an Stränden, in Mündungsgebieten, felsigen Pools, Seen auf Inseln und an bewaldeten Ufern. Sie ist ein typischer Detritusfresser.

 

 

derhami    Vari & Chang 2006

 

Recht unscheinbar, wenn man von einem dunklen Balken absieht, der sich vom Augenhinterrand zum Hinterrand des Kiemendeckels erstreckt und etwas an die Augenmaske von C. multilineatus erinnert. SL maximal 89,2 mm.
Die Art ist offenbar sehr selten. Es sind nur drei Exemplare bekannt, die aus der Region nahe des Zusammenflusses von Ucayali und Marañon stammen. Typuslokalität ist der Quebrada Negra, ein Zufluss des Yanayacu, der in den Marañon mündet (4°52'30''S, 74°55'W).

 

microcephalus    (Eigenmann & Eigenmann, 1889)

Curimatus microcephalus    Eigenmann & Eigenmann, 1889

 

Eine sehr unscheinbare Art, die eigentlich nur im Essequibo River mit C. festivus verwechselt werden kann, aber einen etwas höheren Schwanzstiel hat. Jegliche nennenswerte Zeichnung fehlt. Der Kopf wirkt bei grösseren Exemplaren sehr klein und zugespitzt. Sie erreichen bis zu 169,0 mm SL.

Die Art kommt ausschliesslich in Guyana vom Essequibo River an östlich bis nach Surinam in den Marowijne an der Grenze zu Franz. Guiana vor. Möglicherweise noch weiter östlich im Mana Riviere (Franz. Guiana).

 

 

magdalenae    (Steindachner, 1878)

Curimatus magdalenae    Steindachner, 1878

Pseudocurimata steindachneri    Fernandez-Yepez, 1948

 

Dies ist die einzige Art der Gattung in Mittelamerika und die am weitesten nach Westen vordringende Art der Familie. Nur in Teilen ihres Verbreitungsgebiets kommen noch Curimata mivartii, Pseudocurimata lineopunctata und Steindachnerina atratoensis vor. Zu den Unterschieden siehe dort. Keinerlei Zeichnungsmuster. Bis 151,0 mm SL.

Das Vorkommen erstreckt sich über die Flussgebiete des unteren Rio Magdalena und des Rio Atrato (Kolumbien) sowie die pazifischen Zuflüsse Panamas und Costa Ricas bis in die Provinz Puntarenas im äussersten Süden des Landes. Im Rio Magdalena kommt sie gemeinsam mit Curimata mivartii vor, im Rio Atrato mit Pseudocurimata lineopunctata und Steindachnerina atratoensis.

 

 

aspilos    Vari, 1992

 

Die einzige Art der Gattung und neben Potamorhina laticeps der einzige Vertreter der Familie aus dem Einzugsgebiet des Lago Maracaibo (Venezuela). Äusserlich kaum von C. magdalenae zu unterscheiden. Ebenfalls ohne jede Zeichnung. Erreicht bis 180,0 mm SL.

Die Verbreitung ist ausschliesslich auf Zuflüsse des Lago Maracaibo in Venezuela beschränkt.

 

 

punctatus    (Vari & Nijssen, 1986)

Curimata punctata    Vari & Nijssen, 1986

 

Eine Art, die aufgrund ihres Zeichnungsmusters leicht erkennbar ist. Die Tiere besitzen meist vier oder fünf unregelmässige dunkle Flecken auf den Flanken, der hinterste auf der Schwanzwurzel. Die Anzahl variiert etwas zwischen verschiedenen Tieren und kann auf beiden Körperseiten eines Exemplars verschieden sein. Mit einer maximalen SL von nur 42,5 mm ist dies einer der kleinsten Vertreter der Familie. Für die Aquaristik dürfte die Art gut geeignet sein.

Das Vorkommen ist ausschliesslich auf das Flussgebiet des Marowijne / Maroni an der Grenze von Surinam und Franz. Guiana beschränkt.

 

 

vanderi    (Britski, 1980)

Curimata vanderi    Britski, 1980

 

Eine von nur drei Arten der Gattung aus dem Gebiet des oberen Rio Paraná und hier durch ihr Zeichnungsmuster unverwechselbar. Jungtiere besitzen eine Serie von fünf bis acht unregelmässigen dunklen Flecken auf der Körperseite, genau auf Höhe der Seitenlinie gelegen. Anzahl und Ausprägung sehr variabel, mitunter auf beiden Körperseiten eines Exemplars verschieden. Der letzte Fleck auf der Schwanzwurzel. Grössere Exemplare mit schwarzen Flecken auf den Schuppen, besonders am Rücken. Die Flecken an der Seitenlinie werden an sich grösser und dunkler, fallen aber bei der allgemein dunkleren Färbung der grösseren Exemplare weniger auf. Die SL beträgt bis zu 68,3 mm.

Die Verbreitung beschränkt sich auf den Einzug des oberen Rio Paraná im Bundesstaat Sao Paulo (Brasilien).

 

 

signatus    Vari, 1992

 

Eine von nur fünf Arten der Gattung, die aus dem Einzug des Rio Tocantins bekannt geworden sind. Allerdings wurden die anderen Arten (mit Ausnahme von C. stilbolepis) bisher nur aus dem Unterlauf des Tocantins bekannt, nicht aus der Nähe des Fundortes von C. signatus. Von allen Arten unterschieden durch einen recht kurzen Schwanzstiel und recht lange Afterflossenstrahlen, die angelegt bis an die Schwanzflossenstrahlen reichen. Zudem hat die Art die geringste Zahl an Brustflossenstrahlen innerhalb der Gattung. Ein längsovaler dunkler Fleck auf der Schwanzwurzel bildet die auffälligste Zeichnung, neben einem schwachen Längsband und dunkleren Schuppenrändern im Rückenbereich. Von den bisher nur fünf bekannt gewordenen Exemplaren hatte das längste eine SL von nur 33,4 mm.

Die geringe Grösse, die wenigen Brustflossenstrahlen, die geringe Zahl durchbohrter Schuppen in der Seitenlinie (nur fünf) und nicht zuletzt die sehr geringe Anzahl an Exemplaren lassen m.E. allerdings die Möglichkeit offen, dass es sich hier um die Jungtiere einer anderen Art handelt. Weitere Aufsammlungen, evtl. Lebendbeobachtungen, sollten zeigen, ob die Art nicht grösser wird. Wäre bei dieser Grösse gut für die Aquaristik geeignet.

Bisher ist C. signatus nur von der Typuslokalität bekannt, einem Tümpel am Rande des Rio Vermelho, eines Nebenflusses des Rio Araguaia im Tocantins-System. Der Fundort befindet sich an der Strasse zwischen den Ortschaften Aruana und Britania.

 

 

saladensis    (Meinken, 1933)

Curimatopsis saladensis    Meinken, 1933

 

Eine Art, die nur schwer von C. spilotus, C. voga und C. gillii zu unterscheiden ist. Sicherstes Merkmal ist die Zahl von nur acht oder neun durchbohrten Schuppen in der Seitenlinie. C. platanus hat zudem mehr Schuppen in der Längsreihe. Die SL beträgt mindestens 82,5 mm. Ringuelet et al. (1967) geben jedoch eine Länge (TL?) von 150 mm an. Diese Autoren erwähnen auch, dass die Weibchen mit 60 mm Länge geschlechtsreif werden.

Dies ist eine der wenigen Arten der Familie, für die die Lebendfärbung bekannt ist. Nach Meinken (zit. in Vari, 1992) ist der Rücken der Männchen schwärzlich-oliv, die Flanken grün oder blaugrün, der Bauch rot und die Kiemenregion messingfarben. Eine schmale dunkle Linie zieht sich vom Kiemendeckel bis zum Schwanzstiel, wo sie sich zu einem dunklen Fleck aufweitet, der von einer kupferroten Tönung gesäumt ist. Die Schwanzflosse ist intensiv orangerot gefärbt, die anderen Flossen mit Ausnahme der Brustflossen rötlich-gelb. Weibchen sind weniger intensiv gefärbt.

Es wäre sicher sehr interessant, diese Art einmal im Aquarium zu erleben. Meinken deutete bereits in der Erstbeschreibung an, dass sie vermehrt worden sei (ebenfalls zit. in Vari, 1992). Leider konnte ich die Originalarbeit noch nicht einsehen. Auch Ringuelet et al. (l.c.) gingen noch einmal ganz kurz auf Haltung und Vermehrung dieses recht ruhigen Fisches ein. Demnach ist beides bei Temperaturen von 22-30°C leicht möglich. Danach fand ich nur noch einen kurzen Bericht von Böhm (1985), der die Art (mit Foto) als Curimatopsis maculatus vorstellte. Er gibt an, dass die Tiere ihre Nahrung am Boden suchen und dass die Vermehrung nicht schwer sei.

Das Verbreitungsgebiet umfasst die unteren Abschnitte der Rios Paraná incl. Paraguay in Argentinien und Paraguay sowie Zuflüsse der Lagoa dos Patos in Rio Grande do Sul. Ausserdem im oberen Rio Uruguai in Rio Grande do Sul und Santa Catarina. Im Paraná aufwärts bis etwa auf Höhe des Itaipu-Stausees, im Rio Paraguay bis ins zentrale Paraguay nördlich von Asunción.

 

 

spilotus    (Vari, 1987)

Curimata spilota    Vari, 1987

Curimata gnaca    Azpelicueta & Braga, 1988

 

Eine Art, die nur schwer von C. saladensis, C. voga und C. gillii zu unterscheiden ist. Kennzeichnend ist die erhöhte Zahl von Rückenflossenstrahlen (10-12 gegenüber 9 bei den anderen Arten). Eine düstere Längsbinde mündet in einen längsovalen Fleck auf dem Schwanzstiel, der von Guanin leicht bedeckt ist. Die Tiere erreichen bis zu 89,0 mm SL.

Das Vorkommen erstreckt sich über den unteren Rio Paraná und den untersten Rio Paraguay in Argentinien und Paraguay sowie den Rio Uruguay in Rio Grande do Sul und vermutlich Uruguay. Im Rio Paraguay nördlich bis ins zentrale Paraguay nördlich von Asunción. Ein Fund aus der Provinz Tucumán im Westen Argentiniens am Rand der Anden.

 

 

mestomyllon    Vari, 1992

 

Diese Art ist von allen Vertretern der Familie unterschieden durch die fleischige Oberlippe, welche die Unterlippe bei geschlossenem Maul überlappt. Auch die gestreckte Gestalt ist recht ungewöhnlich. Ein schwacher Längsstreifen in der hinteren Körperhälfte und ein dunkler Fleck auf dem Schwanzstiel sind die einzigen nennenswerten Zeichnungsmuster. Mit maximal 41,6 mm SL eine klein bleibende Art, die sich sicher gut im Aquarium halten liesse.

Bisher ist C. mestomyllon nur von der Typuslokalität bekannt, der Cachoeiroa de Bicho-Acu am Rio Marauía, mittlerer Rio Negro nicht weit von Santa Isabel entfernt. Dort wurden die Typusexemplare in leicht strömendem Wasser über Sandgrund bei einem pH von 5,2 gefangen.

 

 

voga    (Hensel, 1870)

Curimatus voga    Hensel, 1870

Curimatopsis maculatus    Ahl, 1934

 

Nicht leicht von C. saladensis, C. spilotus und C. gillii zu unterscheiden. Allerdings weist C. voga ein Zeichnungsmuster auf, das bei den anderen Arten nicht vorkommt. Jungtiere und viele Adulte besitzen eine Anzahl wie zufällig verteilter Punkte auf den Flanken und am Rücken. Allerdings sind diese Punkte wegen Guanineinlagerungen möglicherweise am lebenden Fisch nicht gut sichtbar. Der dunkle Schwanzwurzelfleck verlängert sich nicht als Längsbinde nach vorne. Mit bis zu 196,3 mm SL ein recht grosser Vertreter der Barbensalmler.

Ringuelet et al. (1967) berichten, dass diese Art (dort Pseudocurimata gilberti genannt) in Argentinien lediglich als Köderfisch genutzt wird. Die Fortpflanzung findet von Dezember bis Januar statt. Die Art ist in Argentinien allgegenwärtig und besiedelt grössere und kleinere, stehende und fliessende Gewässer.

Die Verbreitung erstreckt sich über den unteren Rio Paraná incl. den unteren und mittleren Rio Paraguay (Argentinien und Paraguay), den Rio Uruguay, die Einzugsgebiete der Lagoa dos Patos und der Lagoa Mirim (Rio Grande do Sul, Uruguay) sowie kleinere Flüsse im Bereich des Mündungstrichters des Rio de la Plata in Uruguay. Im Rio Paraguay steigt die Art bis nördlich von Asunción, im Paraná bis unterhalb des Itaipu-Staudamms. Im Rio Uruguay bisher nur aus den unteren Abschnitten und Zuflüssen gemeldet, aber sicher auch weiter aufwärts in Rio Grande do Sul. Nordöstlich der Lagoa dos Patos dringt die Art mindestens bis in Gewässer in der Umgebung von Tubarao (Santa Catarina) vor. Lüling (1984) berichtet über ein Vorkommen von Curimata gilberti bei Joinville (gemeinsam mit C. santacatarinae), das sich wohl auf C. voga bezieht. In Argentinien südlich bis zur Seenplatte von Guamini im Südwesten der Provinz Buenos Aires (Lüling, 1983, als Curimata gilberti). Ringuelet et al. (l.c.) nennen zudem einen Fund von Córdoba (Stadt oder Provinz?) im Westen Argentiniens.

 

 

modestus    (Fernandez-Yepez [ex Amaral Campos], 1948)

Curimatorbis modestus    Fernandez-Yepez [ex Amaral Campos], 1948

 

Eine von nur drei Arten der Gattung aus dem Gebiet des oberen Rio Paraná. Von den anderen beiden (C. nagelii und C. vanderi) durch die geringere Zahl an Schuppen in der Längsreihe in Verbindung mit dem Fehlen einer Fleckenzeichnung wie bei C. vanderi unterschieden. C. modestus besitzt einen dunklen Schwanzwurzelfleck, der sich als schmaler Streifen auf die mittleren Schwanzflossenstrahlen ausdehnt. Die SL der recht grossen Art erreicht bis zu 162,0 mm.

Die Verbreitung der Art beschränkt sich auf den oberen Rio Paraná-Einzug, insbesondere die Rios Tiete, Pardo und Mogi-Guassu (Sao Paulo). Allerdings wurde sie auch in nördlichen Quellflüssen des Systems im Distrito Federal nachgewiesen. Flussabwärts wurde sie bis in die Region des Itaipu-Stausees im Staat Paraná gefunden. Aus dem nordöstlichen Paraguay sind zudem Exemplare bekanntgeworden, die einen zusätzlichen verzweigten Rückenflossenstrahl und ein nur sehr schwach ausgebildetes oder fehlendes Band auf den mittleren Schwanzflossenstrahlen besitzen. Ob es sich hier um C. modestus handelt ist noch offen. Ein von Géry et al. (1987) genanntes Vorkommen solcher Tiere in der Nähe der Ortschaft Lima im Einzugsbereich des Rio Paraguay wurde von Vari (1992) allerdings mit einem Fragezeichen versehen.

Im Rio Mogi-Guassu nimmt die Art an der alljährlichen Massenwanderung von Fischen teil, die dort Piracema genannt wird. Das Laichen findet in diesem Fluss zwischen November und Januar statt. In den Mägen der Fische wurden vorwiegend Algen verschiedener Arten gefunden.

 

 

gilbert    (Quoy & Gaimard, 1824)

Curimata gilbert    Quoy & Gaimard, 1824

Curimatus albula    Lütken, 1875

Curimatus alberti    Günther, 1880

Wahrscheinlich Lapsus für C. gilberti (Vari, 1992a, S. 86).

Pseudocurimata grandocule    Fernandez-Yepez (ex Amaral Campos), 1948

 

Dies ist der einzige Vertreter der ganzen Familie, der die Küstenzuflüsse Südostbrasiliens von Bahia bis in den Osten des Bundesstaates Sao Paulo bewohnt. Lediglich im oberen Rio Sao Francisco kommen noch Vertreter anderer Gattungen vor. Bei vorhandenen Fundortangaben – die zur Identifizierung der meisten Curimatidae ohnehin erforderlich sind – ist die Bestimmung also meist sehr einfach. Ausser einem länglichen, dunklen Fleck auf dem Schwanzstiel, der sich mitunter als Längsbinde bis unter die Rückenflosse nach vorne verlängert, keine weiteren nennenswerten Zeichnungsmuster. Bei manchen Exemplaren aus dem Norden des Artareals reicht sie auch nach hinten auf die Schwanzflossenstrahlen. Die Färbung und Zeichnung variiert allerdings sehr mit dem Fundort. Da die Flüsse, in denen die Art lebt, meist recht klein und nicht untereinander verbunden sind, ist dies nicht verwunderlich. SL bis maximal 126,0 mm.

Vorkommen der Art finden sich in den meisten Küstenzuflüssen Südostbrasiliens vom Rio de Contas (Bahia) über die Bundesstaaten Minas Gerais und Espiritu Santo bis Rio de Janeiro. Im Gebiet des Rio Paraíba do Sul im Süden des Areals auch im Staate Sao Paulo. Ausserdem im oberen Einzug des Rio Sao Francisco, nämlich in der Lagoa Santa bei Sete Lagoas (Rio das Velhas), bei Pirapora und im Tres Marias-Stausee (alle in Minas Gerais). Inwieweit die Art auch weiter unterhalb vorkommt, ist noch unklar. Das selbe gilt für die Flüsse, die zwischen dem Rio Sao Francisco und dem Rio de Contas in den Atlantik münden.

 

 

santacatarinae    (Fernandez-Yepez, 1948)

Pseudocurimata santacatarinae    Fernandez-Yepez, 1948

Curimata vari    Gaye-Siessegger & Fricke, 1998

 

Eine weitere Art, die in ihrem Verbreitungsgebiet den einzigen Vertreter der Familie stellt. Neben einem recht grossen dunklen Fleck auf der Schwanzwurzel keine besonderen Zeichnungsmuster. Mit bis zu 201,0 mm SL eine recht grosse Art.

Die Verbreitung erstreckt sich über die Küstenzuflüsse Südostbrasiliens in den Bundesstaaten Sao Paulo, Paraná und Santa Catarina. Im Norden bis in die Küstenebene südwestlich der Metropole Sao Paulo, im Süden bis etwa Florianopolis.

Curimata vari wurde von Bertaco & Cardoso (2001) als Synonym zu C. santacatarinae erkannt. Der Typusfundort von C. vari, der Rio Cubatao in Santa Catarina, ist an der Fundstelle 25-50 m breit und hat nur geringe Strömung von 10-25 cm/s. Die Wasserwerte beim Fang der Typen waren: Temperatur 25,8° C, pH 4,5 und Leitfähigkeit 46 µS.

 

 

gangamon    Vari, 1992

 

Eine Art, die bisher nur von recht wenigen Exemplaren aus dem Rio Tapajós bekannt ist. Von anderen Gattungsvertretern aus dem Amazonasgebiet unterschieden durch eine recht robuste Gestalt mit grossen Schuppen, einen kleinen dunklen Fleck auf der Schwanzwurzel und ein netzartiges Zeichnungsmuster auf dem Rücken bei älteren Exemplaren. Mit bis zu 52,3 mm SL eine klein bleibende Art.

Bisher nur von zwei Fundorten bekannt: dem Lago da Santa Clara bei Monte Cristo am unteren Tapajós, Nähe Itaituba, und einem Überschwemmungstümpel bei Porto dos Gauchos am Rio Arinos im oberen Tapajós-Einzug.

 

 

spilurus    (Günther, 1864)

Curimatus spilurus    Günther, 1864

Curimatus surinamensis    Steindachner, 1910

 

Cyphocharax cf. spilurus. Obwohl die unten abgebildeten Tiere der
Beschreibung bei Vari (1992) entsprechen, ist eine exakte
Bestimmung nach einem Foto wohl nicht möglich.

 

© aqualog-Verlag

 


Cyphocharax spilurus

 

 

Diese Art mit einem etwas gestreckten Körperbau und einem auch im Leben sehr auffälligen längsovalen Schwanzwurzelfleck hat ein recht weites Verbreitungsgebiet, in dem mehrere ähnliche Arten vorkommen. Neben einer netzartigen Zeichnung auf dem Rücken - die auch fehlen kann, sh. unten - vor allem durch die Form des Schwanzwurzelflecks zu unterscheiden. Dieser ist bei C. meniscaprorus eher dreieckig, bei C. spiluropsis und C. oenas mehr rundlich als längsoval. Zudem wirkt C. oenas etwas gedrungener mit höherer Rückenflosse. Allerdings ist speziell die Unterscheidung zu C. spiluropsis sehr schwierig. Zum Glück kommt es mit dieser Art bestenfalls – wenn überhaupt – im unteren Rio Negro nahe Manaus zur Arealüberschneidung. Den Populationen aus dem Rio Negro und dem Rio Branco fehlt im übrigen die Netzzeichnung auf dem Rücken. Zudem ist ihr Schwanzwurzelfleck deutlich blasser. Die SL von C. spilurus erreicht bis zu 107,0 mm. Das Foto im Aquarienatlas II, S. 305, zeigt wahrscheinlich tatsächlich diese Art.

Die Art bewohnt die Flüsse der Guyana-Länder vom Cuyuni (Guyana, Venezuela) im Nordwesten bis zum Mana (Franz. Guiana) sowie verschiedene Gewässer des Orinoko-Einzugs (Venezuela), des oberen Rio Negro und des Rio Branco (Brasilien). Sie ist ein typischer Schwarzwasserbewohner und meidet die Weisswasserflüsse des Orinoko-Einzugs. Im Rio Branco laichen die Fische im Mai.

 

 

meniscaprorus    Vari, 1992

 

Bisher nur von einem einzigen Fundort ist diese Art bekannt, die durch einen mehr oder wenigen dreieckigen Fleck auf der Schwanzwurzel gekennzeichnet ist. Die SL beträgt bis zu 57,0 mm.

Die Typuslokalität, der einzige bekannte Fundort, ist der Rio Aro, ein südlicher Zufluss des Orinoko westlich von Ciudad Bolivar (Venezuela). Es handelt sich um einen Fluss mit Galeriewald, schlammigem Wasser und einem Bodengrund aus Sand, Kies, Steinen und Detritus.

 

 

gouldingi    Vari, 1992

 

Eine Art, die besonders von C. spiluropsis nicht leicht zu unterscheiden ist. Etwas gedrungener gebaut. Dunkler Schwanzwurzelfleck. Bis 112,2 mm SL.

C. gouldingi war bis vor kurzem nur aus den östlichsten Teilen des Amazonasbeckens in den Staaten Amapá und Pará bekannt. In Amapá in den Rios Amapá und Araguari. In Pará im Rio Capim sowie den unteren Abschnitten von Tocantins und Xingu.

Vari & Blackledge (1996) entdeckten die Art dann auch im östlichen Ecuador (Provincia Napo) am Fundort von C. laticlavius. Das ist mehr als 2600 km Luftlinie von den westlichsten bisher bekannten Fundorten entfernt. Ob die Art in den dazwischen liegenden Flußsystemen vorkommt, weiß man bisher nicht, es ist aber stark anzunehmen.

 

 

gillii    (Eigenmann & Kennedy, 1903)

Curimatus gillii    Eigenmann & Kennedy, 1903

Curimatella rehni    Fowler, 1932

 

Cyphocharax gillii, Pocone, Mato Grosso, Brasilien.

 

© Ivan Sazima

 
Cyphocharax gillii

 

 

Diese Art hat sehr viel Ähnlichkeit mit C. spilotus. Zu den Unterschieden siehe dort. Der dunkle Schwanzwurzelfleck ist bei C. gillii rundlicher als bei C. spilotus. Die maximale SL beträgt 87,9 mm. Foto im Aquarienatlas III, S. 149 als Curimata gillii.

C. gillii ist eine der wenigen Arten der Familie, für die auch etwas genauere Angaben zum Verhalten vorliegen. So berichtet Sazima (1988, zit. in Vari, 1992), dass manche Individuen Nahrungsterritorien verteidigten, in denen sich algenbewachsene Pflanzen befanden. Die Verteidigung erfolgte durch Jagen, Beissen, Stossen und Maulzerren. Auch Spiegelbilder wurden angegriffen. Gleichzeitig wurden Artgenossen in Trupps von bis zu 30 Exemplaren angetroffen. Sazima & Pellegrini Caramaschi (1989, ebenfalls zit. in Vari, 1992) berichten ferner, dass C. gillii, im Gegensatz zu anderen Barbensalmlern, Nahrungspartikel einzeln mit den Augen fixiert, bevor sie aufgenommen werden. Bevorzugte Nahrung sind Kiesel-, Joch- und Fadenalgen.

Besiedelt werden vor allem die Uferbereiche kleinerer Flüsse sowie Bereiche mit schwacher Strömung in angrenzenden Sumpfgebieten (Géry et al., 1987).

Die Verbreitung beschränkt sich auf das gesamte Einzugsgebiet des Rio Paraguay in Paraguay, Mato Grosso und Mato Grosso do Sul.

 

 

spiluropsis    (Eigenmann & Eigenmann, 1889)

Curimatus spiluropsis    Eigenmann & Eigenmann, 1889

Curimatus stigmaturus    Fowler, 1914

Curimata esperanzae    Myers, 1929

Curimatoides ucayalensis    Fowler, 1940

 

Diese Art hat eine äusserst grosse Ähnlichkeit mit C. gouldingi und besitzt wie diese einen rundlichen Fleck auf der Schwanzwurzel. Die Unterscheidung gelingt praktisch nur anhand einiger Proportionen. So ist C. spiluropsis etwas gestreckter als C. gouldingi. Die SL erreicht bis zu 89,9 mm.

Die Art hat ein recht ausgedehntes Verbreitungsgebiet, das das gesamte obere Amazonasbecken oberhalb von Manaus sowie den Einzug des Rio Madeira umfasst.

 

 

oenas    Vari, 1992

 

Durch den rundlichen Schwanzwurzelfleck von etwa halbem Augendurchmesser von den anderen Arten des Orinokosystems unterschieden. Die Tiere erreichen bis zu 52,7 mm SL.

Die Vorkommen liegen im Gebiet des unteren Orinoko (Venezuela), vom Rio Guarico in den östlichen Llanos bis zum Delta.

 

 

laticlavius    Vari & Blackledge, 1996

 

Durch das dunkle, scharf begrenzte, von der Höhe der Rückenflosse bis zur Basis der mittleren Schwanzflossenstrahlen reichende Längsband von nahezu konstanter Breite ist diese zuletzt beschriebene Art recht gut gekennzeichnet. Mit – soweit bekannt – nicht mehr als 52,9 mm SL eine eher klein bleibende Art.

Bisher nur aus zwei kleinen Bächen bekannt, die etwa 1 km oberhalb der Laguna Jatuncocha in den Rio Jatuncocha (Rio Yasuni-Becken, Napo, Ecuador) münden. Es handelt sich um seichte, langsam fliessende Schwarzwasserbäche mit sandigem Grund. Insgesamt 59 Fischarten aus verschiedenen Familien wurden dort gefangen, darunter sechs weitere Curimatidae.

 

 

 


Last Update: Monday 09. April 2007

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