Klausewitzia
Klausewitzia Géry, 1965
Nach den Arbeiten von Buckup (1993 b,c) ist in der Gattung nur noch diese eine Art übriggeblieben. Sie war bis vor kurzem nur aus dem Igarapé Preto nahe Leticia am oberen Amazonas (Rio Solimoes, Brasilien) bekannt, wurde aber inzwischen auch aus dem unteren Rio Ucayali in Peru und aus dem Rio Galves, einem Nebenfluß des Rio Yavari, der wiederum ein Nebenfluß des Amazonas ist (brasilianisch/peruanische Grenze), bekannt. Laut Erstbeschreibung kommt die Art in der Natur in den selben Gewässern vor wie Paracheirodon innesi.
Die Tiere besitzen je einen auffälligen dunklen Fleck auf Brust- und Bauchflossen nahe der Basis sowie einen schwarzen Fleck am Hinterrand der Adipose. Beide Merkmale sind auf dem Foto im Aquarienatlas V, S. 73, leider nicht zu erkennen, doch das Foto entspricht recht gut der Zeichnung in der Originalbeschreibung. Die Art bleibt sehr klein; Weitzman & Vari (1988) nennen als maximale SL 25 mm und geben an, dass die Geschlechtsreife bereits bei unter 20 mm erreicht wird.
Unter den in Neodat II als Klausewitzia sp. bezeichneten Nachweisen führe ich hier nur zwei nach 1993 gesammelte Funde auf, da die früheren, zumal wenn sie aus dem Verbreitungsgebiet von Odontocharacidium aphanes stammen, mit letzterer Art identisch sein könnten. Diese zwei jedoch (MCNG 33937 und FMNH 105893) wurden unabhängig voneinander im Rio Caroni gesammelt, also weit entfernt von allen anderen bekannten Vorkommen dieser beiden Gattungen. Über ihren tatsächlichen Status wird wohl nur eine Untersuchung Aufschluss geben können.
Last Update: Monday 09. April 2007
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