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Crenuchus

Crenuchus    Günther, 1863

 

spilurus    Günther, 1863

 

Die Typuslokalität ist der Essequibo River in Guyana, dort und in Surinam vom Waini River im Norden bis in den Marowijne im Süden weit verbreitet. Bewohnt darüber hinaus das gesamte zentrale und untere Amazonasbecken von der Ilha de Marajo im Delta bis Manaus, im Rio Madeira bis Humaitá, auch im unteren Rio Tapajos und im unteren Rio Purus, im gesamten Rio Negro bis nach Venezuela, dort über den Casiquiare hinaus in den Orinoko bis Puerto Ayacucho verbreitet. Ein angeblicher Fund aus einem nördlichen Zufluss des Orinoko, ca. 30 km nördlich von Caicara, fällt jedoch etwas aus dem Rahmen.

Nachweise aus dem mittleren Amazonas (Solimoes) bis zum Dreiländereck Brasilien-Kolumbien-Peru fehlen anscheinend (?). Von dort an jedoch wieder ein Vorkommen weiter aufwärts bis in den unteren Marañon und Ucayali, einschliesslich kleinerer Flüsse wie Rio Ampiyacu und Rio Nanay. Soll jedoch auch im Rio Putumayo in Peru vorkommen, so dass die Art vielleicht doch im Solimoes unterhalb von Tabatinga auftritt. Anscheinend ist die Art ein typischer Schwarzwasserbewohner.

Bis 53 mm SL.

Die Männchen dieser Art sind deutlich grösser als die Weibchen und besitzen vergrösserte, orange gepunktete Dorsalen und Analen. Pinter (1988b) wies bereits darauf hin, dass die Tiere sehr variabel sind. Inwiefern dies eine geografische Variation wiederspiegelt, kann aber z.Zt. nicht gesagt werden (Sh. auch unter C. sp.). Die Jungen bilden angeblich gemischte Schwärme mit jungen Geophagus und Curimatopsis, um sich darin vor Feinden zu verbergen (Géry, 1963).

Den bisher ausführlichsten Zuchtbericht gab Freyhof (1988, mit guten Fotos). Danach besetzen die Männchen Höhlen und verteidigen diese in unblutigen Imponierkämpfen gegen ihre Konkurrenten. Gegenüber anderen – auch kleineren – Höhlenbewohnern sind sie dagegen wenig durchsetzungsfähig. In diesen recht engen Höhlen laichen sie später nach intensivem Balzspiel auch mit den Weibchen ab. Die an der Decke klebenden bräunlichen Eier werden vom Männchen befächelt, ebenso wie die nach dem Schlupf noch für drei Tage an der Höhlendecke festhängenden Larven.

Abweichend davon berichtet Pinter (1988b), dass die Tiere alle (?) anderen Fische aus ihren Revieren vertreiben und an Steinen, Wurzeln oder harten Pflanzenblättern ablaichen.

 

Crenuchus spilurus. Besonders prächtiges Männchen.

 

© aqualog-Verlag.

 
Crenuchus spilurus

 

 

 

sp.

 

Es gibt eventuell noch weitere Arten dieser Gattung. Bemerkenswert ist ein in Neodat II gelistetes Exemplar (AMNH 214857), zu dem R. Vari anmerkt, dass es sich von C. spilurus unterscheidet. Angeblich stammt es aus Guyana, wo C. spilurus seinen Verbreitungsschwerpunkt hat, doch eine genaue Fundortangabe fehlt.

Auch die mögliche geografische Variation innerhalb von C. spilurus ist noch wenig untersucht. Immer wieder wurde in der Aquarienliteratur auf verschiedene Farbformen hingewiesen, ohne dass diese detailliert beschrieben wurden. Lediglich Hoffmann & Hoffmann (2001a) beschreiben eine Form ohne den charakteristischen Schwanzfleck und zeigen beide Geschlechter in Farbfotos. Diese Tiere sollen zudem kürzer und hochrückiger sein als „normale“ C. spilurus, mit weniger weissen Flecken auf der Caudale. Diese Fische verdienen weitere Nachforschungen!

 

 

 


Last Update: Monday 09. April 2007

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