Ichthyborus
Ichthyborus Günther, 1864
Psalidostoma Kner, 1864
für Psalidostoma caudimaculatum
Präokkupiert (wo?), ersetzt durch Onouphrios
Neoborus Boulenger, 1899
für Neoborus ornatus
präokkupiert in Hemiptera, ersetzt durch Phagoborus (siehe folgender)
Ichthyoborus Boulenger, 1907
Ungerechtfertigte Emendation und zudem präokkupiert (bei Vögeln)
Phagoborus Myers, 1924
Ersatzname für Neoborus
Gavialocharax Pellegrin, 1927
für Gavialocharax monodi
Ra Whitley, 1931
Unnötiger Ersatzname für Ichthyborus
Onouphrios Whitley, 1951
Ersatzname für Psalidostoma
Ich folge auch hier Vari (1979) und betrachte Phagoborus und Gavialocharax als Synonyme zu Ichthyborus, da anderenfalls für Ichthyborus quadrilineatus eine neue, monophyletische Gattung geschaffen werden müßte.
Characinus besse Joannis, 1835
Ichthyborus microlepis Günther, 1864 als Typusart
Psalidostoma caudimaculatum Kner, 1864
Weisser Nil, flussabwärts bis Theben (Ägypten), Tschad-Becken, Benue-Einzug, 208 mm SL, 245 mm TL. Flossenfresser, Schwanzflosse gelb, gefleckt. Schnauze relativ kurz. Abb. in Géry (1977).
Ichthyborus besse congolensis Giltay, 1930
Luapula-Becken, oberer Zaire zwischen Bukama und Kabalo. 195 mm TL. Nahrung Fische und Crustaceen, nach Roberts (1990) aber genau so oft auch Flossen anderer Fische. Schwanzflosse gelb, Flecken zu wurmförmigen Linien verbunden, zusätzlich ein Ocellus an der Basis. Wegen der unterschiedlichen Ernährung und dem Aussehen vorläufig als Art (unter dem PSC) behandelt. Schnauze ebenfalls relativ kurz. Abb. des Schwanzflossenmusters in Géry (1977).
Gavialocharax monodi Pellegrin, 1927
Küsteneinzüge von Nigeria (westlich von Lagos) bis Kamerun (Yabassi am Wouri River). 200 mm SL, 230 mm TL. Stark verlängerte Schnauze, nur zwei Längsbinden, Schwanz ebenfalls nur zwei dunkle Binden je Lappen. Foto im Aquarienatlas IV, S. 57. Als einzige Art der Gattung reiner Fischfresser.
Ichthyborus taeniatus Vaillant in Riviere, 1886
Nicht verfügbar.
Neoborus ornatus Boulenger, 1899
Zentrales Zaire-Becken: Lac Mai-Ndombe, Lac Ntomba, Riv. Likouala, Stanley Pool, oberer Kongo. 175 mm SL. Nach Evers (1999) Fischfresser, evtl. manchmal auch Flossen. Drei auffällige dunkle Längsbinden auf dem Körper, Schwanzflosse orange, mit drei bis fünf Längsbinden je Lappen, diese schmaler als bei I. quadrilineatus (Leveque & Bigorne, 1987). Fotos im Aquarienatlas III, S. 99 und bei Evers (l.c.). Exzellente Fotos finden sich auch bei Hartl (1988) (unter dem Namen Paraphago rostratus). Dieser berichtet, dass seine Tiere die Beutefische im Maul so drehen, dass sie Kopf voran und Rücken nach oben verschluckt werden können. Seinen Angaben nach sind die Tiere offenbar nicht territorial.
Weitere Angaben zum Beutefangverhalten sowie ein Foto dieser Art liefert Kai Arendt im Aqua-Terra-Net.
Ichthyborus ornatus.
© aqualog-Verlag

quadrilineatus (Pellegrin, 1904)
Neoborus quadrilineatus Pellegrin, 1904
Casamance (Senegal), Flüsse in Guinea-Bissau, Guinea und Sierra Leone. 208 mm SL. Foto im Aquarienatlas IV, S. 59. Nahrung sowohl Fische als auch deren Flossen. Die vier namengebenden Längsbinden sind dort deutlich sichtbar. Kleinere Exemplare nur mit einer Binde je Schwanzflossenlappen, grössere mit bis zu drei (Leveque & Bigorne, 1987)
Last Update: Friday 13. April 2007
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